Ernährung zählt zu den ganz zentralen Themen in Schwangerschaft und Stillzeit. Grundsätzlich könnte man darüber ein ganzes Buch verfassen! Vielleicht nur die wichtigsten Tipps an dieser Stelle. Die gewohnte Ernährung kann grundsätzlich auch in der Schwangerschaft weitergeführt werden. Essen Sie nicht zu große Portionen, sondern eher kleinere Mahlzeiten und dafür häufiger (5-6 am Tag).

Essen Sie das, was Ihnen bekommt! Trinken Sie ausreichend 1,5 – 2 l stilles Wasser oder Tee; auch schwarzer Tee oder Kaffee sind nicht verboten!

Alles in Maßen (2-3 Tassen pro Tag) ist durchaus erlaubt und vor allem nicht schädlich für das Kind. Es gilt immer der Grundsatz: nichts im Übermaß. Das gilt auch für Limonaden (Coca Cola/ Fanta ist z.B. bei Durchfallerkrankungen oder Erbrechen in der Schwangerschaft manchmal das einzig Trinkbare!).

Essen Sie ausreichend Gemüse, Kartoffeln, Reis und Nudeln im Sinne einer kohlenhydratreichen Ernährung. Fleisch ist erlaubt (immer gut durchgebraten natürlich), 2x pro Woche sollte auch Fisch verzehrt werden. Wichtig ist eine ballaststoffreiche Nahrungszufuhr, Vollkorn- und Vollwertnahrung wäre zu bevorzugen, Fast-Food sollte nur gelegentlich auf dem Speiseplan stehen. Obst als Zwischennahrung (also zwischen den Mahlzeiten) ist gut geeignet, den Hunger zwischendurch zu befriedigen. Weißbrot sollte eher durch Grau-, Schwarz- oder Vollkornbrot ersetzt werden. Schokolade, Eiscreme und alles andere verlockende Süße ist nicht verboten, sollte jedoch maßvoll zugeführt werden.

Wichtig wäre es, bestimmte Dinge zu meiden wie rohe Produkte:

Also kein rohes Fleisch, kein roher Fisch (Sushi, Sashimi), keine rohe Wurst (Gehacktes/ Mett), rohes Ei, Rohmilchkäse, und Rohkost (außer sie ist ganz frisch, am besten von Ihnen selbst zubereitet!). Auch rohe Menschen sind zu meiden!

Der Grund für den Verzicht auf Rohes sind mögliche Infektionen mit Protozoen (Toxoplasmose!) oder Bakterien (Staphylokokken, Salmonellen und Listerien!), die für die Schwangerschaft/ das Ungeborene durchaus schwerwiegende Folgen haben können.

Oft wird gefragt: Salami auf der Pizza oder Räucherlachs, ist das auch roh? Rohwurst ist keine rohe Wurst (Salami auf der Pizza ist also möglich!); Räucherlachs ist ebenfalls erlaubt. Vorsicht am Buffet - besser zuhause!

Vitaminzusätze oder Nahrungsergänzungsmittel sind nicht unbedingt erforderlich, es sei denn, es bestehen dahingehend Mangelzustände. Neben der regelmäßigen, täglichen Zufuhr von Folsäure (Vitamin B9; anfangs 800 Microgramm/ nach 13 SSW 400 Microgramm). Sie sind allerdings nicht nachteilig und können natürlich zusätzlich verwendet werden.

Es ist überflüssig zu erwähnen, dass Nikotin, Alkohol und Drogen aller Art in der Schwangerschaft eine Null-Toleranz-Grenze haben. Auch Tabakgenuss sollte am besten bereits vor der Schwangerschaft bei der Umsetzung des Kinderwunsches auf absolut Null heruntergefahren werden. Die schädlichen Auswirkungen auf das Ungeborene können infolge oben genannter Schadstoffe nach heutiger Studienlage massiv sein!