Die Frage nach dem Verhalten bei einem vorzeitigen Blasensprung und ggf. noch nicht fest im mütterlichen Becken verankerten kindlichen Köpfchen entspricht einer Glaubensfrage. Die Antwort ist schwierig! Grundsätzlich gilt: Bei einer Steißlage (Beckenendlage, BEL) dichtet dieser bei vorzeitigem Blasensprung das Becken nie so sicher ab, dass ein Nabelschnurvorfall unmöglich wäre.

Ein Liegendtransport mit einem Sanitätsfahrzeug wäre deshalb zur Vermeidung eines Nabelschnurvorfalls grundsätzlich zu empfehlen!

Bei nicht fest im Becken lokalisiertem Kopf (Kopflage) gilt prinzipiell das Gleiche. Diesbezüglich streiten sich allerdings die Gelehrten! Nachdem keine klare Leitlinie existiert, wird nach wie vor auch in dieser Situation bei vorzeitigem Blasensprung der Transport mit einem Sanitätsfahrzeug empfohlen. Es bleibt dann nur der Ruf über die 112 oder 110 mit Meldung bei der Rettungsleitstelle! Nach bisherigem Vorgehen soll die Schwangere sich auf ihre linke Seite legen und auf die Sanitäter warten.