Nach Jahrzehnten sinkender Geburtenzahlen von über 1,3 Mio. Geburten Mitte der 60-er Jahre und nachfolgendem „Pillenknick", inzwischen weltweit minimaler durchschnittlicher Kinderzahl (1,3 pro Paar in Deutschland) und aktuell wieder leicht steigender Geburtenzahl von jährlich etwa 680.000 (2013; 767.000 im Jahr 2000) hat das Thema Schwangerschaft enorm an sozio-kultureller Bedeutung gewonnen.

Die bisher sinkende Bevölkerungszahl konnte durch Zuzug und Migration ausgeglichen werden, aktuell ergibt sich wieder ein leichtes Bevölkerungsplus. Der Trend lässt weiter steigende Geburtenzahlen erwarten, staatliche Fördermaßnahmen, aber auch die positive Einstellung zu Familie und Kind unterstützen diesen Trend grundlegend, hoffentlich auch nachhaltig.

Mehr Schwangerschaften und Entbindungen bedeuten auch mehr Herausforderungen für alle Beteiligten wie Geburtsmediziner, Hebammen, Entbindungskliniken, Kinderärzte sowie Anästhesisten und jeweiligem Pflegepersonal.

Grundlegend ist eine Schwangerschaft keine Erkrankung, mehr ein Zustand oder Umstand wie man landläufig so sagt. Eigentlich ist jede Schwangerschaft eine Art „Selbstläufer", der allerdings aufgrund seiner zahlreichen potentiellen Risiken engmaschig betreut werden sollte, um eben diese Risiken auszuschließen, Risikosituationen frühzeitig zu erkennen und speziell zu betreuen bzw. in spezialisierten Zentren (sog. Perinatalzentren) zu entbinden. Eine besondere Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang der Pränataldiagnostik, der speziellen Untersuchung Ungeborener zu, die allerdings nicht als Pflicht, sondern als ergänzende Untersuchungsoption zu sehen ist!

Die Mutterschaftsrichtlinien, die Einführung des Mutterpasses vor über 50 Jahren, eine stattliche Anzahl Geburtshilflicher Leitlinien zu Standards in der Schwangerenbetreuung unterstrichen die immense Bedeutung spezialisierter und intensiver Überwachung durch Ärzte und auch Hebammen während dieser berühmten 9 Monate (was so nicht stimmt! Es sind 10 Mondmonate, 40 Wochen oder durchschnittlich 280 Tage).

Nehmen Sie unbedingt an dem umfangreichen Vorsorgeprogramm teil, es lohnt sich!