unphysiologische Lage des Kindes, geburtsunmöglich bzw. geburtswidrig; sehr selten, macht weniger als 1% der Kindslagen unter der Geburt aus.
Die Gefahr bei Querlagen besteht in der Uterusruptur durch enorme Querspannung unter Wehentätigkeit sowie im Nabelschnurvorfall nach (vorzeitigem) Blasensprung wegen fehlender Verdrängung der Nabelschnur aus den Geburtswegen. In beiden Situationen handelt es sich um geburtsmedizinische Notfälle!

In aller Regel besteht bei Querlagen ein sog. Nabelschnurvorliegen.

Ohne Wehentätigkeit bzw. in frühen Schwangerschaftsstadien stellt die Querlage/ Schräglage eine Lagevariante ohne weitere Bedeutung dar. Unter der Geburt oder mit Einsetzen von Wehen/ Blasensprung ergibt sich bei einer Querlage ein nicht unerhebliches Geburtsrisiko. Deshalb wird bei Querlagen mit beginnender Wehentätigkeit nach 34 kompletten Schwangerschaftswochen großzügig die Indikation zum primären Kaiserschnitt (Sectio) gestellt. Vor 34 kompletten SSW versucht man durch Hemmung der Wehentätigkeit (Tokolyse) und Durchführung einer Lungenreife (RDS-Prophylaxe) Zeit zu gewinnen; unter Entlastung des Beckens der Schwangeren besinnt sich der Fetus möglicherweise und nimmt eine Längslage ein.