embryo-fetales Alkoholsyndrom; Embryofetopathia alcoholica; betrifft schätzungsweise 2-3 von 1000 Neugeborenen.
Durch Alkoholkonsum der Schwangeren verursachte Schädigung der Frucht; Folgeschäden für das Kind sind z. T. massiv vor allem hinsichtlich der nachgeburtlichen (postpartalen) neurologischen Entwicklung. Die Kinder zeigen ein meist typisches Aussehen, bereits intrauterin ist das Wachstum, d.h. die somatische Entwicklung, verlangsamt, ferner treten Herzfehler, Skelettfehlbildungen sowie Organ- und Genitalanomalien auf.

Aufgrund einer fehlenden Schwellendosis (keine Dosis-Wirk-Beziehung) sollte bereits bei der Planung der Schwangerschaft strikt auf Alkohol verzichtet werden. Man weiß demnach nicht, ab welcher Menge Alkohol eine schädigende Wirkung eintritt; sicher gilt wie bei allen Drogen der Grundsatz: Die Dosis macht das Gift. Dennoch ist es ratsam bei Alkohol grundsätzlich Karenz zu zeigen. Bitte auch Vorsicht bei Arzneimitteln in Tropfenform, die ja sehr häufig nicht gerade geringe Mengen an Alkohol enthalten.