engl. amniotic-fluid-Index (AFI); Fruchtwassermengen-Index; Bestimmungsgröße der Fruchtwassermenge; quantitative Abschätzung durch Ultraschall nach der sog. 4-Quadranten-Methode.

Die Gebärmutter wird theoretisch in 4 Quadranten unterteilt; diese werden sonographisch systematisch auf Fruchtwasser untersucht und jeweils in vertikaler Ausdehnung vermessen. Die größten Areale werden addiert und ergeben den Amnion-Flüssigkeits-Index. Sie stellt die genaueste Quantifizierungsmethode dar.

Werte unter 5 entsprechen einer zu geringen Fruchtwassermenge (Oligohydramnion), Werte über 20 werden als zu hoch eingestuft (Polyhydramnion).
Werte zwischen 5 (grenzwertig niedrig) und 20 (grenzwertig hoch) gelten als normal (üblicherweise Werte von 10 bis 16).

Eine weitere Methode zur Bestimmung der Fruchtwassermenge ist die „semi-quantitative" Messung, bei der lediglich die größte vertikale Fruchtwasserstrecke in Zentimetern bestimmt wird. Werte bis 1 cm werden demnach als zu geringe Fruchtwassermenge (Oligohydramnion), zwischen 1 und 2 cm als grenzwertig niedrige Fruchtwassermenge, über 8 cm große Depots als zu hohe Fruchtwassermenge (Polyhydramnion) eingeteilt.
Einzeldepots zwischen 2 und 8 cm gelten als Maß für eine normale Fruchtwassermenge.

Bestimmungen über das Volumen oder die Depotfläche haben sich nicht durchsetzen können.
Die Einordnung bzw. Interpretation der Fruchtwassermenge ist grundsätzlich schwierig und in hohem Maße von Subjektivität geprägt, weshalb sich die Quantitätsbestimmungen gut etabliert und nicht zuletzt aus Gründen der Vergleichbarkeit der Ergebnisse bewährt haben.