Beenden der Milchbildung durch Medikamente und/ oder diätetische bzw. physikalische Maßnahmen; es wird zwischen einem primären und sekundären Abstillen unterschieden: primär bedeutet, dass der Milcheinschuss gleich nach der Geburt unterbunden wird; von sekundärem Abstillen spricht man, wenn die Milchbildung über einen gewissen Zeitraum erfolgt ist, dann aber beendet werden soll oder manchmal auch muss.

Das Prinzip des Abstillens (auch Laktationshemmung) beruht auf der indirekten Hemmung des Prolaktin-Spiegels unter Erhöhung des Dopamin-Spiegels. Dopamin-steigernde Medikamente sind z.B. das in der Therapie der Parkinson-Erkrankung verwendete Bromocriptin bzw. das heute hauptsächlich eingesetzte, wirksamere und nebenwirkungsärmere Goserelin. Zusätzlich kann die täglich zugeführte Trinkmenge reduziert werden. Abstillende Wirkung zeigen Pfefferminz- und Salbeitee. Das Kind sollte entsprechend nicht mehr angelegt werden, weil sonst der Milchbildungsreflex nicht unterbrochen wird. Gelegentlich kann lokal trockene Kälte (Kühlelemente/ Coolpacks) angewendet werden. Es ist dabei darauf zu achten, dass die Kälte nicht direkt auf die Haut gelangt und die Anwendung nur kurz erfolgt (Achtung: Erfrierungen!); homöopathisch wäre die Applikation von z. B. Phytolacca D4 3xtgl. 5 Tropfen möglich.