drohende Fehlgeburt; durchaus häufiges Ereignis, gerade in der Frühschwangerschaft (bis 14. kpl. SSW).

Klinisch bestehen meist Blutungen, mitunter begleitet von ziehenden Unterbauchschmerzen; die Stärke der Blutung bzw. Schmerzen sind kein Beweis für ein tatsächliches Abortgeschehen; ursächlich bestehen die Blutungen infolge Einreißen kleinerer Gefäße im Bereich der Plazentaanlage, Kontaktblutungen nach Geschlechtsverkehr, Infektionen oder auch tatsächlicher Eröffnung des Gebärmutterhalses.

Auch nach vaginalen Untersuchungen bei der Schwangerenvorsorge (z.B. Abstrichentnahme/ vaginaler Ultraschall/ Tastuntersuchung am Muttermund) kann es zu einer meist leichten und harmlosen Blutung kommen. Empfehlenswert ist die zeitnahe (kein absoluter Notfall!) Ultraschall-Untersuchung auf Vitalität des Embryos bzw. Fetus, körperliche Schonung und vorübergehender Verzicht auf Geschlechtsverkehr.

Frischere Blutungen zeigen sich im Allgemeinen anhand ihrer hellroten Farbe, bräunliche Farbe dokumentiert älteres Blut und deutet auf zeitlich zurückliegende, harmlosere Situationen hin. Eine Kontrolle beim Frauenarzt dient dem Ausschluss einer Fehlgeburt, die Blutungsursache bleibt indes leider oft unklar; häufig beruhigt sich die Situation wieder, es kommt nur selten tatsächlich zum Verlust der Schwangerschaft. Unbedingt auf den Rhesusfaktor achten; Rhesus-negative Frauen benötigen eine zeitnahe Gabe von Immunglobulinen zur sog. Rhesusprophylaxe zur Vermeidung einer Rhesusunverträglichkeit (Rhesusinkompatibilität) in einer weiteren Schwangerschaft.