vgl. Abortivei; unzureichend angelegte Schwangerschaft.

Im Ultraschall zeigt sich zwar eine Fruchthöhle, in der aber keine Embryonalanlage und kein Dottersack zu finden ist; meist kommt es frühzeitig zum Verlust der Fruchtanlage. Es resultiert ein Frühabort mit Einsetzen von Blutungen in den ersten 5-6 (bis 8) SSW. Eine Ausschabung (Curettage) ist nur selten z. B. bei stärkeren Blutungen oder Infektionen (Fieber!) erforderlich. Gründe für ein Windei sind Chromosomenstörungen, Infektionen, ionisierende Strahlung sowie Medikamente.

Dieses Phänomen ist auch bei Vögeln bekannt: Ein Ei ohne Kalkschale wird als Windei bezeichnet. Man dachte, dass ein solches Ei vom Wind bzw. den Atem Gottes befruchtet worden wäre. Der wahre Grund besteht schlicht in Kalkmangel der Tiere, der alters- oder jahreszeitlich bedingt auftreten kann.