biochemische Botenstoffe, die von spezialisierten Körperzellen gebildet und freigesetzt werden. Sie stellen eine sehr spezielle Form der Signalübertragung in einem Regelkreis dar.

Hormone gelangen in die Blutbahn, werden am Zielorgan über einen spezifischen Hormonrezeptor aufgenommen und veranlassen an der Zielzelle eine entsprechende Stoffwechselreaktion. Beispielsweise wird Insulin aus bestimmten Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pancreas) abgegeben (als Reaktion auf einen erhöhten Blutzuckerspiegel). Insulin wird an der Zielzelle (z. B. Leber, Muskelzelle, Gehirnzelle) vom dortigen Rezeptor erkannt und in die Zelle eingeschleust, wodurch die Zellmembran verändert wird und Zucker aus dem Blut in die Zelle aufgenommen und weiter verarbeitet wird. Dadurch wird der Blutzuckerspiegel normalisiert, die Insulinproduktion wieder gedrosselt.

Für Schwangere wesentliche Hormone sind das beta-HCG (humanes Choriongonadotropin), das durch den Embryo gebildet wird, Gestagene, Östrogene, TSH (Schilddrüse), Prolaktin (Milchbildung), Vasopressin (Blutdruckregulation), plazentares Lactogen (Blutzucker) Oxytocin (Wehentätigkeit) und viele andere Hormone wie auch das Insulin, Glucokortikoide (Cortisol) und ACTH/ Adrenalin der Nebenniere zur Regulation des Blutdruckes, der Nierendurchblutung sowie des Salz- und Wasserhaushaltes.