bezeichnet das Ereignis mehrerer Abortereignisse in Serie (2-3 hintereinander). Wird heute chronisch rezidivierter Abort genannt. Die Ursachen sind vielfältig.

In erster Linie werden bis dahin nicht erkannte (familiäre) Erkrankungen des Gerinnungssystems verantwortlich gemacht (sog. Thrombophilie). Es handelt sich dabei um eine Gruppe von Erkrankungen, die zu einer erhöhten Thromboseneigung und im Zuge der Schwangerschaft zu massiven Problemen führen.

Weitere wesentliche Faktoren bilden genetische Erkrankungen (männlich/ weiblich/ beide Partner), uro-genitale Fehlbildungen, Myome, Stoffwechselerkrankungen, Infektionen und Erkrankungen des Immunsystems. Entsprechende Untersuchungen werden heute über spezialisierte Zentren angeboten.

Für die meisten der genannten Situationen existieren Therapieoptionen wie gerinnungshemmende Medikamente (niedermolekulare Heparine/ Acetylsalicylsäure/ ASS), Antibiotika oder Immunmodulatoren (Kortikoide). Genetische Erkrankungen erfordern eine intensive Genetische Untersuchung des Paares und Beratung (Wiederholungsrisiken!). Stoffwechselerkrankungen (z.B. Diabetes mellitus) sollten bereits präkonzeptionell internistisch gut eingestellt werden. Myome können aktuell entweder operativ (laparoskopisch/ laparotomisch) oder seit kurzem auch medikamentös gut behandelt werden (Ulipristalacetat).