nachgeburtlich treten Wehen bereits im Anschluss an die Geburt des Kindes auf. Die Gebärmutter kontrahiert sich rhythmisch um Plazenta und Eihäute abzustoßen (Plazentaphase). Um die Plazentaphase möglichst kurz zu halten (ggf. Blutverlust!) wird nicht selten das Kind wenige Minuten nach der Geburt „angelegt". Durch den Saugreiz wird das Hormon Oxytocin ausgeschüttet, was wiederum den Milchfluss anregt bzw. die Kontraktionsfähigkeit der Gebärmutter intensiviert.

Die eigentlichen Nachwehen gehören zur Phase Wochenbett/ Stillzeit und dienen der Tonisierung der Gebärmutter und damit deren Rückbildung sowie der Blutstillung (die Plazentahaftfläche stellt eine nicht unerhebliche Blutungsquelle dar) sowie der Anregung des Wochenflusses. Der Übergang Geburt/ Nachgeburt ist im Prinzip fließend.

Nachwehen können unter Umständen erhebliche Schmerzen verursachen. Meist nimmt die Intensität der Nachwehen von Geburt zu Geburt zu. Der Bedarf an Analgetika steigt analog. Eine Alternative zu Schmerzmitteln stellt die Anwendung von TENS (www.geburts-tens.de) dar.