Transkutane Elektrische Nervenstimulation; in der Physiotherapie (Elektrotherapie) etablierte Behandlungsmethode zur Linderung der Schmerzwahrnehmung.

Elektrische Impulse unterschiedlicher Dauer, Stärke und Frequenz werden zwischen Elektroden über die Haut zu den benachbarten Nervenfasern geleitet. Je nach Intensität wird entweder der Schmerzreiz durch den elektrischen Impuls überlagert bzw. in geringerer Intensität an das ZNS weitergeleitet oder wie bei der Akupunktur wird die Synthese körpereigener schmerzlindernder Substanzen (sog. Endorphine) angeregt. Die Anwendung bzw. der Therapieerfolg ist individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt.

Mittlerweile gibt es weltweit zunehmende Erfahrung im Einsatz dieser Methode zur Linderung des Geburtsschmerzes (ähnlich der Anwendung von Analgetika bzw. einer PDA) aber auch von Schmerzen nach der Entbindung (Dammverletzungen/ Nachwehen).

Die Anwendung ist einfach, sicher und sehr individuell gestaltbar (situativ und personenbezogen). Inzwischen gibt es speziell für die Schmerzlinderung unter der Geburt/ nach der Geburt Handgeräte zur individuellen Selbstanwendung. Der Einsatz ist absolut einfach und bereits zu Hause bei Beginn der Wehentätigkeit möglich. Impulsrate und Intensität können jeweils über eine „Fernbedienung/ Tastatur" modifiziert werden. Die erforderlichen Elektroden (4 Stück) werden nach Bedienungsanweisung rechts und links der Wirbelsäule auf die Haut geklebt.

Die Applikation kann vor Einsetzen von Wehen geübt werden ohne Mutter und/ oder Kind zu beeinträchtigen.

Die Anwendung von TENS dient der Reduktion von Schmerzen unter bzw. nach der Geburt. Sie ist nicht gedacht und geeignet zur Behandlung schwangerschaftsbedingter Schmerzsituationen, die grundsätzlich hinsichtlich ihrer Ursache bzw. Auswirkung auf die Schwangerschaft abgeklärt werden sollten.
Detail-Informationen finden Sie unter: www.geburts-tens.de