Condylome (Warzen) sind Virus bedingte Hautveränderungen. Sie werden durch humane Papillomaviren (HPV) verursacht, von denen es zahlreiche Subtypen gibt (über 70 verschiedene). Häufigst werden in den Papillomen die Typen 6 und 11 gefunden. Condylome können als breite (Condylomata lata) oder spitze Warzen (Condylomata acuminata) auftreten. In aller Regel handelt es sich um gutartige aber teils bizarre Hautveränderungen, die zwar häufig aber nicht ausschließlich sexuell übertragen werden. Die Problematik von Condylomen besteht in ihrer durchaus lästigen, unschönen Ästhetik und deren Neigung zu Rezidiven.

Condylome können vielfältig behandelt werden. Neben medikamentösen Maßnahmen (Lösungen, Cremes mit Wirkstoffen wie Podophyllin, Imiquimod) können sie chirurgisch abgetragen, mit Laser verdampft oder vereist werden (Kryotherapie). Auch eine Lokaltherapie mit Trichloressigsäure ist Erfolg versprechend.

Die wohl ästhetisch erfolgreichste und schnellste Therapie ist die Laserabtragung (sog. Laserevaporisation mit CO2-Laser). Sie ist allerdings aufwändig (Lasergerät/ Spezial-OP, spezielle Brillen für Patientin und gesamtes Personal, Absaugung für virushaltige Dämpfe). Zudem werden die Kosten nur für eine Laser-Condylomabtragung bei Schwangeren von den Kassen übernommen. Bei Einzelherden kann eine chirurgische Entfernung mit dem Skalpell unter Lokalanästhesie sinnvoll ein. Es geht wegen der fehlenden Vorbereitungen und Umstände wie bei einer Laserentfernung sogar im Einzelfall schneller und man hat die Möglichkeit der histologischen Untersuchung mit Bestimmung der Virus-Subtypen (in-situ-Hybridisierung).

Condylomen kommt in der Schwangerschaft eine spezielle Bedeutung zu. Sie können bei entsprechendem Kontakt des Kindes mit Viruspartikeln Hautinfektionen und Kehlkopfwarzen (sog. Larynxpapillome) beim Neugeborenen auslösen. Diese Veränderungen sind sehr gefürchtet. In diesem Zuge ist es von Bedeutung einer von Condylomen betroffenen Schwangeren entweder einer Lasertherapie zuzuführen oder eine alternative chirurgische Therapie zu ermöglichen (medikamentöse Möglichkeiten bestehen in der Schwangerschaft nicht!). Wenn der Befall zu ausgedehnt erscheint (Vagina/ Zervix) wird alternativ ein Kaiserschnitt (Sectio) empfohlen.

Das Problem bei Condylomen ist neben der Neigung zum Wiederauftreten (rezidiv) die Tatsache, dass es sich um eine systemische also über das Blut sich verteilende Erkrankung handelt. Mikroskopische Virusläsionen sind möglichweise vorhanden aber nicht sichtbar! Das Restrisiko ist nach Therapie zwar gering aber eben nicht Null!