embryologische Struktur, die sich ab dem 8. Tag der embryonalen Entwicklung als wassergefülltes Bläschen aus bestimmten Zellen der Blastozyste (frühe embryonale Zellen) bildet (sog. primärer Dottersack, DS).

Ab dem 13. Entwicklungstag löst sich dieser ab und wandert in den Raum außerhalb des Embryos (Amnion, Eihaut) in die sog. Chorionhöhle, die inzwischen durch weitere Zellteilungs- und Wanderungsvorgänge entstanden ist. Das jetzt als sekundärer Dottersack bezeichnete Gebilde verdämmert dann zum Ende des ersten Trimesters wieder.
Man könnte sagen der Dottersack ist der erste Begleiter des Embryos. Nachdem der Dottersack etwas rascher wächst, ist er neben der Fruchthöhle selbst das erste Ultraschall-Zeichen einer Schwangerschaft. Pro Embryo entsteht normalerweise ein Dottersack (nicht so bei monoamnioten Zwillingen bzw. siamesischen Zwillingen). Erkennt man mehr als einen Dottersack, muss auch an zwei oder mehr Fruchtanlagen gedacht werden.

Allerdings ist ein Dottersack kein Beweis für eine Fruchtanlage oder insgesamt für eine intakte Schwangerschaft. Es kann durchaus sein, dass der Embryo gar nicht oder nicht korrekt angelegt wurde (Windei) oder die Schwangerschaft nur kurz bestanden hat und es zu einer Fehlgeburt kommt oder bereits gekommen ist (Abort).