zeitlich umschriebener Zustand bzw. Umstand für das Austragen einer Leibesfrucht. Beim Menschen beträgt die durchschnittliche rechnerische Schwangerschaftsdauer 280 Tage berechnet nach letzter Menstruation oder 266 Tage nach Befruchtung.

Die Befruchtung findet in aller Regel im Eileiter statt. Nach mehreren Zellteilungen des Embryos erfolgt die Einnistung ca. 4-5 Tage nach Befruchtung in der inzwischen massiv hormonell veränderten und hoch aufgebauten Gebärmutterschleimhaut.

Selten gelingt der normale Einnistungsprozess nicht und es kommt zu einer sog. ektopen Schwangerschaft (Extrauterinschwangerschaft, ca. 2% der Schwangerschaften). Danach erfährt der weibliche Körper eine Vielzahl von Veränderungen, die im Prinzip einzig und allein darauf ausgerichtet sind, den Embryo und späteren Fetus im „Hochsicherheitsbereich" Gebärmutter und Fruchtblase (Amnion) geschützt entwickeln und reifen zu lassen. Nach mindestens 37 SSW kommt es unter normalen Umständen aus noch nicht vollständig geklärten Gründen zum Einsetzen von Wehen. Zum Zeitpunkt der Geburt werden der Fetus und nachfolgend die zugehörige Plazenta immunologisch gesehen als eine Art „Transplantat auf Zeit" wieder abgestoßen. Diese Betrachtung ist natürlich sehr nüchterne und sachlich, medizinisch allerdings absolut zutreffend und in bestimmter Situation äußerst hilfreich.

Natürlich bedeutet eine Schwangerschaft darüber hinaus und prinzipiell weitaus bedeutender eine zwar anstrengende aber höchst erfreuliche, emotional intensive Phase für die Schwangere, den Partner sowie das gesamte Umfeld.

Eine Schwangerschaft ist ein hoch komplexer, hormonell bzw. immunologisch gesteuerter Vorgang, der im Einzelnen noch nicht umfänglich geklärt ist. Diese medizinischen Aspekte bzw. Zusammenhänge können vor allem bei unerfülltem Kinderwunsch eine immense Bedeutung erlangen.