Das SchKG wurde im Mai 2009 vom Bundestag novelliert; es ist seit 01.01.2010 in Kraft; Hintergrund der Gesetzesänderung war den Beratungsbedürfnissen betroffener Schwangerer mit auffälligen Befunden nach Pränataldiagnostik besser zu entsprechen. Elementares Ziel der medizinischen und psycho-sozialen Beratung ist die Gewährleistung und Umsetzung des Rechts der Schwangeren auf Information, Begleitung, Vermittlung weiterer Beratungsangebote wie z.B. einer interdisziplinären Beratung durch medizinische Fachgruppen wie Kinderärzte, Neurologen, Orthopäden, Kinder-, Mund-Kiefer-Gesichts-, Neurochirurgen und andere).

Der Schwangeren/ dem Paar muss eine angemessene Bedenkzeit eingeräumt werden (mindestens 3 Tage zwischen Beratung und Ausstellen der Indikationsbescheinigung). Diese Frist entfällt bei „gegenwärtiger erheblicher Gefahr für Leib und Leben der Schwangeren".