Früherkennung von Risikopatientinnen hinsichtlich schwangerschaftsbedingter Blutdruckerhöhung (Gestose); bereits im ersten Trimenon/ Trimester (10 – 13 SSW) und damit bereits Wochen vor dem Auftreten klinischer Zeichen ist eine Testung auf PIGF (Plazenta-Wachstumsfaktor, Placental Growth Factor) aus mütterlichem Blut möglich.
Eine Erniedrigung dieses Faktors ist Ausdruck ungenügender Gefäßentwicklung und damit Zeichen für die Entwicklung von Blutdruckstörungen: PIGF wird von der Plazenta zwischen 12 und 32 SSW in hohem Maße gebildet und gehört zu den vaskulären endothelialen Wachstumsfaktorenrezeptoren (VEGF).

Bei einem Mangel kommt es zu einer ungenügenden Gefäßausbildung und damit zu Durchblutungsstörungen auf plazentarer Basis mit der Folge kindlicher Mangelversorgung und Blutdruckerhöhung im mütterlichen Gefäßsystem. Eine zuverlässige Prophylaxe der Gestose/ PräeklampsieHELLP-Syndrom gibt es nicht, eine Früherkennung dafür schon. Ein weiterer Parameter ist das vom Ersttrimester-Screening bekannte PAPP-A (Pregnancy Associated Plasma Protein A), das ebenfalls im mütterlichen Blut nachweisbar ist.

Nach Studienlage kann vor der 16. SSW (ab etwa 7./ 8. SSW) die prophylaktische Einnahme von niedrig dosiertem Aspirin (100 mg/ Tag) die Auftretens-Wahrscheinlichkeit einer Gestose/ Präeklampsie deutlich reduzieren!