Mutterkuchen; komplexes fetales Organ zur Versorgung (Nährstoffe, Flüssigkeit, Sauerstoff, Gasaustauch, Entsorgung) und zum Schutz (Plazentaschranke, Immunsystem) des ungeborenen Kindes. Die Plazenta stellt die immunologische Barriere zwischen mütterlichem und kindlichem Kreislaufsystem dar. Sie nimmt mit der Funktion des embryonalen Kreislaufs nach etwa 4 SSW ihre Arbeit auf. U.a. produziert die Plazenta Hormone wie das beta-HCG, Progesteron und das humane Plazentalaktogen (HPL), das seinerseits an der Entstehung des Gestationsdiabetes Anteil zu haben scheint.

Die genauen Kommunikationsstrukturen zwischen Mutter und Kind über die Plazenta sind noch ungeklärt. Letztlich muss die Plazenta als mütterlicher Fremdkörper nach der Geburt des Kindes vollständig geboren bzw. entfernt werden (Nachgeburt, Plazenta und Eihäute). Fehler in der Kommunikation als Folge einer gestörten Einnistung können zu Problemen wie Fehlgeburt, Wachstumsverzögerung infolge Plazentainsuffizienz oder Bluthochdruck in der Schwangerschaft führen.

Am Entbindungstermin wiegt die Plazenta gut 500 g und misst etwa 15-20 cm im Durchmesser.

Aus Plazenta und Nabelschnurblut können Stammzellen als wesentliche blutbildende Zellen für eine eventuell spätere Stammzelltransplantation beim Kind gewonnen werden.