ein von der Plazenta gebildetes Polypeptid bzw. Protein. Wird in der Pränataldiagnostik im Rahmen des Ersttrimester-Screening zwischen 11+0 bis 13+6 SSW aus dem Blut der Schwangeren bestimmt. Gemeinsam mit anderen Parametern ist es ein wesentlicher Baustein zur Risikoabschätzung hinsichtlich genetischer Anomalien wie Trisomie 13Trisomie 18 und Trisomie 21 und der Triploidie. Bei sehr niedrigen PAPP-A-Werten besteht zudem der Verdacht auf eine Plazentainsuffizienz.

Auf Wunsch der Eltern kann zwischen 11/0 und 13/6 SSW ein Ersttrimester-Screening zur Risikoabschätzung auf eventuelle genetische Erkrankungen bzw. körperliche Anomalien erfolgen. Neben der Ultraschalluntersuchung des Fetus wird eine Blutentnahme routinemäßig auf zwei Werte (PAPP-A und beta-HCG, sog. free beta) vorgenommen. Die Gesamtberechnung (kombiniert adjustiertes Risiko) wird anhand eines komplexen Algorithmus vorgenommen. Das Ergebnis liefert ein Risiko von 1:X, das nach einem Ampel-System in hoch, mittel und niedrig eingeordnet wird. Die Auswertung entspricht demnach nicht einer Diagnose sondern einer Wahrscheinlichkeit.

Alle Parameter sind für sich gesehen Soft-Marker, die Hinweise aber keine Beweise liefern. Dennoch kann die Sicherheit der Tests, die allesamt nicht-invasiver Pränataldiagnostik (NIPT) entsprechen und damit für die Schwangerschaft/ das Kind als völlig unbedenklich gelten, als sehr hoch angesehen werden. Momentan gibt es noch keine bessere nicht-invasive Methode der Risikoabschätzung. Durch die aktuell immer besser funktionierenden NIPT (noch immer sehr teure Tests mit fast 100% Sicherheit z.B. auf Down-Syndrom) kann eventuell in naher Zukunft die Messung der Nackentransparenz (NT-Messung) mit dieser Art von Pränataltest kombiniert werden.