Abortgeschehen im Rahmen einer Eileiterschwangerschaft (Tubargravidität). Günstigste Variante der an sich komplikationsreichen Form einer Schwangerschaft im Eileiter. Manchmal kommt es zum Abbluten des ektopen Schwangerschaftsgewebes aus dem Eileiter in den Bauchraum.

Die Ultraschalldiagnostik ist nicht ganz einfach und nie eindeutig, weshalb bei entsprechenden Schmerzsymptomen und sonographischem Nachweis von Flüssigkeit und Gewebe in der Bauchhöhle am ehesten und angesichts des Ernstes der Situation eine Bauchspiegelung indiziert wird. Dabei wird das Gewebe und das Blut aus dem Bauchraum abgesaugt und histologisch untersucht, ggf. führt man zur Bestätigung/ Sicherung der Diagnose eine Ausschabung durch und untersucht das Curettement ebenfalls histologisch auf embryonales Gewebe (welches in diesem Fall intrauterin nicht nachweisbar ist).
Bei Rhesus-Negativität der Schwangeren sollte immer eine Rhesus-Prophylaxe erfolgen!