Begriff aus der Embryologie. Am 5. Tag nach der Befruchtung bildet sich die sog. Blastozyste (Blasenkeim), die sich an typischer Stelle in der Gebärmutterschleimhaut einnistet (Nidation).

Die Blastozyste besteht aus einer flüssigkeitsgefüllten kleinen Höhle, einer inneren Zellschicht (Embryoblast) und einer äußeren Schutzschicht mit einer Grenzschicht von Deckzellen, die als Trophoblast bezeichnet werden. Aus dieser Schutzschicht entsteht später die Plazenta, die damit ein embryonales/ fetales Organ darstellt.

Aus der Flüssigkeitshöhle bildet sich das Amnion (Eihülle/ Eihaut), die Zellen der inneren Schicht bilden die embryonalen Stammzellen aus welchen sich die Organe differenzieren. Die Qualität und Implantationspotenz des Trophoblasten ist ein entscheidendes Kriterium für das Gelingen der Schwangerschaft. Der Vorgang der Einnistung (Nidation) ist nach der 2. Woche nach Befruchtung abgeschlossen, der frühe Embryo hat Kontakt mit dem mütterlichen Kreislauf. Ab diesem Zeitpunkt beginnen die umfangreichen hormonellen Umstellungsprozesse, der seitens der Schwangeren meist auch bemerkt wird. Der biochemische Signalaustausch zwischen Mutter und Kind beginnt. Eines der ersten Signale des Embryos an die Mutter ist die Information, dass es sich weder um körpereigenes noch um fremdes Material handelt, das normalerweise entweder immunologisch eingebunden oder abgestoßen wird. Die spezifischen Abläufe bzw. deren Steuerung sind noch weitestgehend unbekannt.