Blutgerinnsel innerhalb eines Blutgefäßes. Thrombosen können arteriell oder wie meistens venös entstehen. In aller Regel handelt es sich in der Schwangerschaft um Gerinnsel innerhalb eines Gefäßes der tiefen Beinvenen oder Beckenvenen. Oberflächliche Thrombosen sind eher harmlos und führen in aller Regel zu keinerlei systemischen Nebenwirkungen.

Thromboseursachen sind venöse Stauung (langes Stehen, Schwangerschaftsödeme), Trauma, Immobilisation (z. B. absolute Bettruhe) und erhöhte Gerinnungsneigung. Während einer Schwangerschaft aber auch im Wochenbett ergibt sich demnach ausreichend Risiko erhöhter Thromboseneigung. Die eigentlich lebensbedrohende Situation einer Thrombose ist das Einschwemmen thrombotischen Materials in die Lungenstrombahn mit der Folge einer Lungenembolie (30% verlaufen tödlich).

Deshalb gilt in der Schwangerschaft und in der Phase des Wochenbettes: Immer ausreichend bewegen, reichlich Trinkmenge, leichtes und bequemes Schuhwerk, Vermeiden von langem Stehen, Liegen oder Sitzen, Tragen von maßangefertigten Anti-Thrombosestümpfen (stellt die effektivste Thromboseprophylaxe dar!) und bei erhöhtem Thromboserisiko auch eine Blutverdünnung mit niedermolekularem Heparin, das einmal täglich unter die Haut gespritzt wird (anwendungsfreundliche Fertiginjektionen auf Rp.).