Begriff zur Beschreibung der Kreislaufzusammenhänge zwischen Mutter und Kind und der Plazenta. Hierzu gehören sämtliche funktionell-anatomischen Beziehungen zwischen fetalem und mütterlichem Kreislauf, die über den plazentaren Kreislauf miteinander verbunden sind.

Störungen dieser Einheit bedingen z. T. massive Zirkulationsveränderungen mit der Folge von Wachstumsbeeinträchtigungen beim Kind (intrauterine Wachstumsretardierung (IUGR), intrauteriner Fruchttod (IUFT) und/ oder Blutdrucksteigerungen im mütterlichen System (Hypertone Erkrankung in der Schwangerschaft, (HES), Gestose, Präeklampsie). Beide Situationen bedingen sich bzw. verstärken sich gegenseitig.
Die Ursachen für eine solche Situation sind noch nicht im Einzelnen geklärt. Es gilt aber z. B. als gesichert, dass die bahnenden Veränderungen bereits sehr früh in der Schwangerschaft stattfinden (zwischen 6 und 15 SSW; Trophoblastinvasion). Welche genetischen, immunologischen, hormonellen, vaskulären (Quantität und Qualität der Blutgefäße) bzw. persönlich-familiären Faktoren im Einzelnen oder in der Summe eine Rolle spielen ist noch nicht abschließend beurteilt.