notfallmäßige Entbindung durch abdominelle Schnittentbindung. Die Entscheidung zur Not-Sectio erfolgt anhand der akuten Bedrohungslage für Mutter und/ oder Kind. Jeder Geburtshelfer muss in der Lage sein, die jeweilige Not-Situation zu erkennen, die Entscheidung zu treffen und per Kaiserschnitt zu entbinden. Die Entscheidungssituation erfordert den sog. Facharztstandard.

Näheres bzw. Einzelheiten regeln die Geburts-Kliniken durch entsprechende Organisationsstrukturen und interne Dienstanweisungen. Normalerweise sind in das Notfallmanagement neben dem Geburtshilfe-Team Kinderklinik, die Anästhesie und das Operationspersonal eingebunden, die alle über ein zentrales Notrufsignal informiert werden.

Aus der Trias Erkennen, Entscheiden, Entbindung ergab sich der Kurzbegriff der EEE-Zeit, also der Zeit, die zwischen Erkennen, Entscheiden, Entbinden maximal vergehen darf oder soll. In aller Regel sollte die Zeit im akuten Notfall nicht 15 Minuten übersteigen.

Indikationen für einen Not-Kaiserschnitt sind beispielsweise vorzeitige Plazentalösung, drohende fetale Asphyxie, CTG-Auffälligkeiten, unkontrollierte Blutungen mit drohenden Gerinnungskomplikationen, Geburtsstillstand mit akuter fetalen Bedrohung, maternale Kreislaufdysregulation/ Schocksituation und vieles andere mehr.