klassische Geburtszange aus Metall zur Durchführung einer vaginal-operativen Entbindung (Zangengeburt/ Forceps). Sie besteht aus zwei Zangenteilen (Löffeln), die über ein Schloss miteinander verbunden werden. Das Zusammenführen der beiden Einzelteile erfolgt bei der Anlage bzw. beim Anpassen an den kindlichen Kopf; dies erfordert ausreichend Übung bzw. Erfahrung. Normalerweise verlangt die Durchführung der vaginal-operativen Entbindung den Facharztstandard!

Die Indikation zur Durchführung einer vaginal-operativen Entbindung mittels Geburtszange wird heute eher selten gestellt, nachdem die Forzeps-Entbindung durchaus anspruchsvoll ist und mütterliche wie kindliche Risiken in sich birgt (Weichteilverletzungen der Gebärenden/ knöcherne Traumata, Kopfverletzungen beim Kind). Die Zangengeburt ist im Notfall in der Hand eines erfahrenen Geburtshelfers ein hervorragendes Instrument zur raschen Entbindung. Alternativ ist gerade auch im Hinblick auf die heute relativ großen Kinder aus Gründen des geringeren Raumbedarfs die Saugglocke (Vakuumentbindung/ VE) zu bevorzugen.

Eine Zange kann auch bei vaginaler Entbindung einer Steißlage/ Beckenendlage zur Entwicklung des Kopfes eingesetzt werden (Zangenentwicklung des nachfolgenden Kopfes).