relativ häufiges Phänomen (unter der Geburt gut 30% aller Kinder!), das in aller Regel keine schwerwiegenden Folgen für das Kind hat. Durch die entsprechende Textur der Nabelschnur ist selbst bei einer Umschlingung an Hals oder Extremitäten eine komplette und/ oder dauerhafte Unterbrechung der Durchblutung nicht zu erwarten.

Gleichwohl kann eine kindliche Beeinträchtigung/ Schädigung oder ein intrauteriner Fruchttod (IUFT) leider nie zu 100% ausgeschlossen werden. Diese Situation ist andererseits eher selten. Der Nachweis einer Umschlingung der Nabelschnur ist nicht immer einfach zu führen. Unter der Geburt kann die Beurteilung der Nabelschnur im Ultraschall bzw. Doppler schwierig sein. Zu diesem Zeitpunkt erweist sich das CTG-Muster bei V.a. auf eine Nabelschnurumschlingung als hilfreicher. Daraus ergibt sich je nach Geburtsfortschritt die Indikation für eine vaginal operative Entbindung oder eine Sectio/ Not-Sectio. Ergibt sich der Verdacht auf eine Nabelschnurumschlingung in einem sehr frühen Schwangerschaftsalter (z.B. 24 – 28 SSW) kann sich das Prozedere/ Management bei fehlender kindlicher Gefährdungssituation u. U. sehr schwierig gestalten (fetale Gefährdung versus extreme Frühgeburt). Zu einem späteren Zeitpunkt ist aufgrund der Beschaffenheit der Nabelschnurmatrix (Wharton-Sulze) nur noch selten mit negativen Folgen für den Fetus zu rechnen.

Die Diagnose einer Nabelschnurumschlingung ist für alle an der Betreuung der schwangeren beteiligten Personen eine echte Herausforderung und erfordert Erfahrung und Fingerspitzengefühl!