nach objektiven bzw. subjektiven Maßstäben vorgenommene Beurteilung des Fruchtwassers.
Die Fruchtwassermenge variiert in der Schwangerschaft erheblich. Bis 34 SSW nimmt sie kontinuierlich zu. Sie beträgt nach 10 SSW etwa 30 ml. Die maximale Menge ist nach etwa 36 SSW mit 800 bis 1.000 ml erreicht. Bis zur Geburt nimmt die Fruchtwassermenge dann physiologisch bis auf 500 – 800 ml ab.

Die Fruchtwassermenge kann Hinweise auf Störungen der fetalen Entwicklung (Wachstum/ Plazentainsuffizienz), Integrität der Fruchthöhle (Blasensprung, Infektionen) oder Anomalien sowie funktionelle Störungen geben (fetale Nierenfunktion/ Gestationsdiabetes).

In aller Regel erfolgt die quantitative Einschätzung des Fruchtwassers anhand der Ultraschallbeurteilung vorhandener Fruchtwasserdepots. Diese werden anhand eines Index erfasst (Summe in cm senkrecht gemessener Fruchtwasserpools über den 4 Quadranten der Fruchthöhle). Die Bestimmung des sog. AFI (Amnion-Fluid-Index) hat sich international etabliert.

Eine weitere Methode besteht in der Messung des größten Depots. Misst dieses zwischen 5 und 8 cm kann die Fruchtwassermenge als normal bezeichnet werden. Weniger deutet auf ein Oligohydramnion, mehr auf ein Polyhdramnion hin.