Maß zur Einschätzung der Fruchtwassermenge; die Einschätzung der Fruchtwassermenge ist mitunter nicht einfach und unterliegt nicht selten einer starken Subjektivität. Zudem variiert die Fruchtwassermenge in Abhängigkeit des Schwangerschaftsalters. Leider werden den Schwangeren nicht selten Aussagen wie „ein bisschen wenig", „ein bisschen viel" mitgegeben. Diese Aussagen sind unwissenschaftlich und bedürfen sofern es sich um nennenswerte Veränderungen handelt einer exakteren Beschreibung bzw. Einordnung in physiologisch bzw. pathologisch.

Seit Jahren hat sich die Einführung des Fruchtwasserindex (Amnion-Fluid-Index, AFI) als ganze Zahl von 0 – X bewährt.
X ist die Summe der Ultraschall-Messungen vorhandener Fruchtwasserdepots (in cm) in den 4 Quadranten der Fruchthöhle (4-Quadranten-Technik). Werte von 0 – 4 entsprechen einem Oligohydramnion bzw. Anhydramnion, Werte von 5-19 einer normalen Fruchtwassermenge. Werte ab 20 werden als Polyhydramnion bezeichnet.