seltene, meist tödlich verlaufende Komplikation einer Geburt. Tritt meist unmittelbar peripartal, häufig nach Kaiserschnitten auf.

Mit einer Häufigkeit von etwa 1: 60-80.000 Schwangerschaften ist eine Fruchtwasserembolie extrem selten. Das klinische Bild entspricht dem einer allergischen, anaphylaktischen Schockreaktion mit Herz-Kreislauf-Versagen und Atemnot. Nicht selten treten Krampfanfälle auf. Nachfolgend kommt es zu einer massiven Gerinnungsstörung mit Verbrauch von Gerinnungsfaktoren, die Betroffenen versterben dadurch oft rasch.

Die genaue Pathophysiologie ist nicht bekannt. Durch den Überritt von fetalen Fruchtwasserbestandteilen in das mütterliche Blut kommt es zu einer Kaskade allergischer Reaktionen, die aber auf anti-allergische Therapiemaßnahmen kaum ansprechen. Durch rasche Diagnosestellung und Intensivtherapie kann die Wöchnerin theoretisch gerettet werden, die zeitnahe Therapiemöglichkeit nach der Geburt entscheidet über das mütterliche bzw. kindliche Outcome! Die Mortalität für Mutter und/ oder Kind wird mit 80% angeben.