füllt die Amnionhöhle aus; ab etwa 5 SSW ist der Embryo komplett von Fruchtwasser umgeben. Die Menge nimmt von etwa 30 ml nach 10 SSW bis auf maximal 800 - 1000ml nach 36 SSW zu.
Die Fruchtwassermenge nimmt zum Geburtstermin hin innerhalb gewisser Grenzen ab. Das Fruchtwasser wird initial über die Eihäute, die Haut des Kindes und die Plazenta, nach 15-16 SSW fast ausschließlich über die fetalen Nieren gebildet, entspricht also überwiegend fetalem Urin. Das Aussehen des Fruchtwassers ist demnach bernsteinfarben (klar gelblich).

Das Fruchtwasser bietet Schutz vor mechanischen Schäden oder Infektionen, bietet eine Wärmequelle und sichert ausreichend Bewegungsmöglichkeiten des wachsenden Kindes. Bei der Geburt/ unter Wehen weitet die Fruchtblase den Muttermund von innen.

Eine Verminderung der Fruchtwassermenge (Oligohydramnion/ Anhydramnion) geben wichtige Hinweise auf Störungen der feto-plazentaren Einheit (Blasensprung/ Plazentainsuffizienz) oder fetale Anomalien vor allem im Bereich des Urogenital-Traktes (Nierenfehlbildungen). Ein Zuviel an Fruchtwasser (Polyhydramnion) kann bei Syndromen, fetalen Fehlbildungen (Gastrointestinaltrakt, z. B. Verengungen der Speiseröhre/ des Dünndarmes) oder bei Gestationsdiabetes auftreten.