Test zur Einschätzung des Frühgeburtsrisikos. Der Nachweis von fetalem Fibronektin, einem körpereigenem Klebstoff vergleichbar, signalisiert das erhöhte Risiko für eine Frühgeburt. Fibronektin verbindet die Eihaut mit der Dezidua. Kommt es zu einer Veränderung dieser Schichten (z. B. bei vorzeitigem Blasensprung, vorzeitiger Wehentätigkeit) wird Fibronektin freigesetzt. Dieses kann in einem normalen Vaginalabstrich mittels eines Schnelltest nach wenigen Minuten nachgewiesen werden.

Der Test ist sogar so sensitiv, dass noch gar keine Veränderungen wie Blasensprung, vorzeitige Wehentätigkeit oder eine Verkürzung der Zervix nachzuweisen sein müssen. Fällt der Test negativ aus besteht eine 99%-Chance, dass es innerhalb der nächsten 14 Tage nicht zur Geburt kommt. Der Test ist inzwischen gut etabliert und dient neben der Zervixlängenmessung zur Abschätzung des Frühgeburtsrisikos. Ggf. kann durch die Bestimmung des Fibronektins auf therapeutische Maßnahmen wie Lungenreife, Einsatz von Antibiotika verzichtet werden. Diese Einschätzung ist allerdings nicht unproblematisch und sollte immer kritisch am Einzelfall entschieden werden.