während der Fetalperiode kommt es unter bestimmten Voraussetzungen zu einer Prägung des Kindes, die nachgeburtlich zum Auftreten unterschiedlicher Erkrankungen führen kann.

Bekannt ist seit längerem ein Zusammenhang zwischen niedrigem Geburtsgewicht und im späteren Leben gehäuftem Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus, Autoimmunkrankheiten aber auch psychiatrischen Krankheiten und Krebsleiden (z. B. Brustkrebs).

Stressfaktoren in der Schwangerschaft (Ängste/ besondere Belastung durch Familie und Arbeit, Blutdruckerkrankung, Kriegserlebnisse, Flucht) können im späteren Leben des Kindes zu Erkrankungen oder Entwicklungsstörungen führen. Infolge koronarer Herzkrankheit steigt das Herzinfarktrisiko und damit das Sterberisiko deutlich an.

Der Vermeidung von Stressoren bzw. der Früherkennung Blutdruck bedingter feto-maternaler Erkrankungen in der Schwangerschaft kommt eine besondere Bedeutung zu. Nach heutiger Literatur besteht für das Fetal-Programming eine besonders sensible Phase zwischen 12 und 22 SSW.