zur Behandlung einer intrauterinen Blutarmut (Anämie) meist infolge von Infektionen (Parvo-B-19-Infektion, Ringelröteln) oder einer Rhesusunverträglichkeit (Rhesusinkompatibilität).
Die Transfusion erfolgt ab etwa 18 SSW über die Punktion der Nabelschnur (Cordozentese). Zunächst wird die Nabelvene unter Ultraschallsicht punktiert, dann wird eine geringe Blutmenge zur Bestimmung des fetalen Hämoglobinspiegels (Hb-Wert) entnommen.

Direkt im Anschluss erfolgt die Transfusion von speziell aufbereitetem Blut der Blutgruppe Null negativ. Unter Umständen muss eine solche Transfusion mehrmals wiederholt werden. Zur Abschätzung der fetalen Anämie eignet sich inzwischen auch sehr gut die Doppler-Untersuchung der Flussparameter in der A. cerebri media beim Fetus.

Die Erfolge der Methode sind als durchaus günstig zu bezeichnen. Bei sehr frühen Punktionen (vor 20 SSW) kann es zu Infektionen oder einem frühen vorzeitigen Blasensprung und damit zu Fehlgeburt oder extremer Frühgeburt kommen. Ferner ergeben sich immer wieder auch Blutungen aus der Einstichstelle oder Hämatome in der Plazenta.