körpereigener Mechanismus unter der Geburt zur Unterstützung der Wehentätigkeit durch reflektorische Freisetzung des Wehenhormons Qxytocin aus dem Zwischenhirn nach Dehnungsreiz am Gebärmutterhals.

Dieser Vorgang wird ausgelöst infolge Aufdehnung des unteren Unterinsegments durch den vorangehenden Kindsteil (meist Kopf/ selten Steiß). Es gibt Hinweise, dass die Anwendung einer Periduralanästhesie (PDA) diesen Reflex unterbindet oder zumindest abschwächt. Es wird immer wieder berichtet, dass eine PDA die Geburtsdynamik bremsen kann.

Unter dem Ferguson-Reflex versteht man auch die beim Stillen durch den Saugreiz ausgelöste Oxytocin-Freisetzung, die zu einer verbesserten Milchausschüttung und zu Kontraktionen der Gebärmutter führt (Nachwehen). Dadurch erhält das Stillen eine zentrale Bedeutung bei der nachgeburtlichen Rückbildung der Gebärmutter. Nicht selten werden die Neugeborenen kurz nach der Geburt angelegt, wodurch die Gebärmutter zu Kontraktionen angeregt, die Plazentageburt erleichtert und eine nachgeburtliche Blutungssituation kontrolliert wird.