vgl. Zoster (Gürtel/ Band). In der Antike als „heiliges Feuer (ignis sacer) bezeichnet. Römische Ärzte zeichneten damit ein gutes Bild für die z. T. erheblich schmerzhaften, brennenden Beschwerden.

Folge einer Windpockeninfektion (Varizellen, VZV) mit Auftreten gruppierter Bläschen auf gerötetem Grund entlang von Nervenbahnen (Dermatome) am Körper oder im Kopf-, Gesichtsbereich mit Beteiligung regionaler Lymphknoten. Meist führt eine Immunschwäche (z. B. auch Schwangerschaft) zur Reaktivierung der Viren.

Tritt ein Zoster in der Schwangerschaft auf, kann und muss dieser spezifisch (Aciclovir) und symptomatisch (Schmerzmittel/ Analgetika) therapiert werden. Die Schwangere kann den Fötus nicht infizieren! Denn sie selbst ist praktisch immun, nachdem sie sicher eine Windpockeninfektion hatte. Die Schwangere ist allerdings infektiös für Menschen in ihrer Umgebung, die keine Windpocken-Infektion oder erfolgreiche Varizellen-Impfung hatten!

Umgekehrt gilt ein Mensch mit einer floriden, aktiven Gürtelrose für eine Schwangere als grundsätzlich infektiös und damit gefährlich, es sei denn die Schwangere ist immun. Die Windpocken-Immunität (VZV-IgG pos.) einer Schwangeren wird in aller Regel in der Frühschwangerschaft routinemäßig überprüft.