Bezeichnung für einen für das Schwangerschaftsalter zu großen Fetus.
Die Ultraschallmessungen (Biometrie) ergeben ein Wachstum oberhalb der oberen Normwerte (sog. 2-s-Bereich, 95. Perzentile). Der Fetus ist damit nicht nur groß sondern zu groß.

Entweder ist die Schwangerschaft falsch datiert, d.h. das Gestationsalter ist zu niedrig angesetzt. Es sollte zunächst eine Überprüfung des Entbindungstermins anhand einer verlässlichen SSL-Messung zwischen 11 und 12 SSW erfolgen.

Eine fetale Makrosomie kann auch schlicht genetisch sein. Die Auswirkungen der fetalen Wachstumsdynamik sind dann natürlich bereits intrauterin abzulesen.

Genauso kann ein Gestatonsdiabetes oder eine syndromale Erkrankung (z. B. Wiedemann-Beckwith-Syndrom) vorliegen. Hierzu sollte eine Testung auf Diabetes in der Schwangerschaft (oraler Glucose-Toleranz-Test, oGTT) und eine Ultraschall-Diagnostik auf fetale Anomalien veranlasst werden. Bei einem Geburtsgewicht über 4500 g spricht man von einem makrosomen Kind bzw. Neugeborenen! Vor einer erneuten Schwangerschaft sollte ein Zuckerbelastungstest erfolgen, um eine diabetische Disposition oder bereits manifeste Diabetes-Erkrankung auszuschließen.

Die Kindsgewichte nehmen weltweit seit vielen Jahren deutlich zu. Heute gilt ein Geburtsgewicht von 4000 g bereits als Standardgewicht. Gründe gibt es viele, in erster Linie Kohlenhydrat-lastige Überernährung und mangelnde Bewegung. Oft zeigen die „großen" Kinder Anpassungsstörungen mit Unterzuckerung und Störungen bei der Thermoregulation und sind damit deutlich häufiger vorübergehende „Gäste" in der Kinderklinik.