geringe bzw. zu geringe Fruchtwassermenge. Nach Ultraschallkriterien liegt der Amnion-Fluid-Index unter 5 und damit unterhalb des Normbereiches.
Die Ursachen geringer oder zu geringer Fruchtwassermenge sind (vorzeitiger) Blasensprung, verminderte fetale Nierenfunktion (Nierendysplasie?) oder Obstruktionen im Uro-Genitalbereich, plazentare Insuffizienz sowie syndromale Erkrankungen. Nikotinabusus während der Schwangerschaft kann ein Oligohydramnion bedingen.

Ein Oligohydramnion oder dessen maximale Ausprägung Anhydramnion (fehlendes Fruchtwasser) ist ein wichtiges Leitsymptom, das zu einer erweiterten Ultraschalluntersuchung und Dopplersonographie (Durchblutungssituation mütterlicher und kindlicher Blutgefäße) führen sollte.

Nachdem die Fruchtwassermenge nach 36/ 37 SSW physiologisch abnimmt, sollte man ab dem Entbindungstermin die Fruchtwassermenge nochmals überprüfen. Liegt sie unter dem Index (<5) sollte eine Geburtseinleitung wegen des Verdachts auf Plazentainsuffizienz vorgenommen werden. Natürlich sollte immer auch ein vorzeitiger Blasensprung ausgeschlossen werden, der bei fehlender spontaner Wehenentwicklung auch zur Geburtseinleitung führt.