Wasseransammlungen in den abhängigen Körperpartien also den Beinen, Füßen und Händen. Während der Schwangerschaft sehr häufig, da praktisch unvermeidbar. Die Ausprägung kann erheblich schwanken. Ödeme können auch im Gesicht oder um die Augen herum/ im Lidbereich auftreten, sind dann aber Zeichen für unphysiologische Entwicklungen (Bluthochdruck/ Nierenfunktion eingeschränkt/ Eiweißmangel).

Infolge hormoneller Veränderungen, Elektrolytverschiebungen und deren Auswirkungen auf den Salz-Wasser-Haushalt kommt es zu einer Vermehrung von Wasser im Gewebe. Dieses sammelt sich aufgrund des Druckgefälles (hydrostatischer Druck) zunehmend in der unteren Körperhälfte oder in den Händen.

Die Schwangere sollte sich deshalb salzreich ernähren (keine salzarme Diät!!), auf reichlich Trinkmenge achten, sich reichlich bewegen, die Beine in Ruhezeiten entlasten (hoch legen), kühlen und ggf. ausstreichen lassen (zum Körper bzw. in Richtung Herz). Es wird die Anpassung von Anti-Thrombose-Strümpfen (ATS) empfohlen. Eine weitere wesentliche Maßnahme ist das Tragen weiter, bequemer ggf. offener Schuhe. Langes Stehen ist zu vermeiden! Ringe sollten großzügig von den Fingern entfernt werden. Es kann durchaus sein, dass diese bei entsprechender Ödemausprägung nur noch mit „Gewalt" abgenommen werden können.

Eine weitere Option besteht in der Akupunktur. Ob bestimmte Teemischungen (Nieren- und Blasentees) zur Ödemtherapie beitragen, ist sehr fraglich. Zumindest bedingen sie die Zufuhr von Flüssigkeit.

Niemals in der Schwangerschaft „Wassertabletten" verwenden!! Diuretika wie Furosemid und verwandte Stoffe (Diuretika) sind in der Schwangerschaft grundsätzlich kontraindiziert und nur in bestimmten seltenen Fällen unter ärztlicher Aufsicht anzuwenden.