verzögerte oder erschwerte Darmpassage und erschwerte Stuhlausscheidung. Bei Frauen ein allgemeines, während der Schwangerschaft an Intensität eher zunehmendes und lästiges Problem. Hormonbedingt aber auch durch zunehmende Elektrolytverschiebungen und mechanische Veränderungen beeinflusste Stoffwechselsituation mit zum Teil erheblichem Beschwerdebild. Die Stuhlfrequenz liegt manchmal bei nur 1 Stuhlgang pro Woche!

So weit sollte die Schwangere es nicht kommen lassen. Wichtig ist ballaststoffreiche Ernährung und reichlich Flüssigkeitszufuhr (ca. 1,5-2 L am Tag) von Beginn der Schwangerschaft an. Förderlich bzw. anregend für die Darmaktivität wirken sich Bewegung und sportliche Aktivität aus. Die Anwendung von feuchter Wärme auf dem Bauch kann die Darmmotilität erhöhen. Kaffee oder Schwarzer Tee bringt mancher Schwangeren Erleichterung. Der Genuss von bis zu 3 Tassen täglich ist möglich! Einfach ist die Zufuhr von Magnesiumverbindungen 1-2 x am Tag bis zu einer Tageshöchstmenge von 600-900 mg!
Darüber hinaus kann es auch zu Durchfallerscheinungen kommen. Auch Quellstoffe (Dörr-Pflaumen/ Leinsamen) oder Milchzucker ggf. auch als Mischungen sind als Option möglich. Bei der Anwendung von Quellstoffen bitte unbedingt reichlich trinken!

Lässt sich die Obstipation auch nach die Anwendung von Klistieren (salinisches Klysma) nicht zeitnah verbessern, sollte auch an ein mechanisches Problem im Darmlumen (Obstruktion durch Entzündungen/ Raumforderungen) gedacht werden und eine Abklärung ggf. über eine Darmspiegelung (Koloskopie) erfolgen (Gastroenterologie/ Innere Medizin).