der Mutterpass ist eine echte Erfolgsgeschichte seit mehr als 50 Jahren. Konzipiert wurde er bereits Mitte der 60er Jahre, kurze Zeit später in der BRD eingeführt. Heute stellt der Mutterpass ein etabliertes, unverzichtbares und medizinisch unbestritten sinnvolles Instrument in der Betreuung Schwangerer dar. Als Dokument sollte ihn die Schwangere eben wie einen Pass immer bei sich tragen!

Im Mutterpass werden vom frühen Beginn der Schwangerschaft bis zur Nachbetreuung im Wochenbett, 6-8 Wochen nach Entbindung, die nach Leitlinien vorgesehenen Vorsorgeuntersuchungen dokumentiert. Daneben werden alle wesentlichen Blut-, Urinuntersuchungen, Blutdruckkontrollen und Ultraschallbefunde eingetragen. Für bestehende (anamnestische, Kategorie A) bzw. in der Schwangerschaft auftretende (befundete, Kategorie B) Risiken sind jeweils umfangreiche Kataloge eingearbeitet. Durch die standardisierte Erfassung normaler bzw. risikobehafteter Schwangerschaften und der regelmäßigen Befundkontrollen der Schwangeren und der Ungeborenen konnten die Komplikationen während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett infolge der konsequenten Risikoselektion mit entsprechendem Risikomanagement deutlich gesenkt werden.
Morbidität und Mortalität für Mütter und Kinder erreichten somit einen im weltweiten Vergleich Niedrigstand. Das Modell Mutterpass existiert in dieser Form bis heute nur in wenigen Ländern wie in der BRD, Österreich, der Schweiz und z.B. in Süd-Korea.