Schwangerschaftsanlage mit mehr als einem Embryo bzw. Fetus. Die Anzahl der Mehrlinge wird als Zwillinge, Drillinge, Vierlinge usw. bezeichnet. Die Häufigkeit von Mehrlingen wird nach der Hellin-Regel berechnet. Mehrlingsschwangerschaften zählen zu den Risikoschwangerschaften.
Nachdem heute zahlreiche Schwangerschaften durch Hormonstimulation bzw. künstliche Befruchtung entstehen, ist die Häufigkeit von Mehrlingen (vor allem Zwillinge und Drillinge) deutlich angestiegen.

Das in den Medien aktuell intensiv und emotional diskutierte Ereignis einer Vierlingsschwangerschaft, die durch Eizellspende bei einer 65 Jahre alten Berlinerin in der Ukraine ausgelöst wurde, zeigt die Problematik medizinischer Machbarkeit und ethisch-moralischer Verantwortung. Die Vierlinge sind durch Kaiserschnitt nach 26 SSW (extreme Frühgeburt) zur Welt gekommen. Auch wenn die Mutter von jetzt 17! Kindern bisher „gesund" geblieben ist, ist die Prognose für die 4 Frühgeborenen auch bei intensiver Hochleistungsmedizin noch ungewiss! Abgesehen vom hohen Alter einer Schwangeren sollte zumindest bei einer künstlichen Befruchtung bereits eine Drillingsschwangerschaft aufgrund der beschriebenen Frühgeburtsproblematik tunlichst vermieden werden.