bleibt der Kinderwunsch auch nach mehrfachen Versuchen mit künstlicher Befruchtung unerfüllt, kann die Ursache in einer beeinträchtigten Implantation liegen. Bei manchen Paaren ist die sog. embryonale Verlustrate deutlich erhöht. Zahlreiche Faktoren sind zumindest theoretisch bekannt, therapeutische Ansätze immer noch limitiert.
Man weiß heute, dass die Embryonenqualität entscheidenden Einfluss auf die Implantation bzw. den Implantationserfolg ausübt.

Weitere wesentliche Faktoren sind Hormonkonstellationen in der Lutealphase des Menstruationszyklus (Progesteron), das embryonale beta-HCG, lokale Faktoren im Endometrium (Zytokine, Dezidualisierung, Angiogenesefaktoren, Zellmigration, Immunsystem und Rezeptoren zur zellulären Kommunikation).
Aus dem Text erschließt sich eine hoch komplexe Interaktion aus lokalen Faktoren des Endometriums und dem Hauptfaktor Embryo, der sich seine Implantationsgrundlage selbst zu schaffen scheint! Das umgebende Milieu bildet dafür das entsprechende Mikroklima.
Aus der Endometrioseforschung ist bekannt, dass die Zusammensetzung des Immunmilieus in der Gebärmutterschleimhaut eine erfolgreiche Einnistung des Embryos verhindert, weshalb Frauen mit einer Endometriose häufig nicht oder erfolglos konzipieren.
Therapeutische Ansätze, die allerdings keine statistisch signifikante bzw. Evidenz basierte Zulassung haben („off label use") sind der Einsatz von ASS (100 mg tgl.), Progesteron, Sildenafil (Viagra) zur endometranen Durchblutungsförderung, Zytokine wie G-CSF oder der Einsatz von Seminalplasma. Bei letzterem sind zumindest keine Nebenwirkungen zu erwarten.
Möglicherweise stellt die mechanische Manipulation des Endometriums eine Möglichkeit der Implantationsoptimierung dar (Endometriumbiopsie/ Endometrial Scratching).

Lifestyle-Faktoren wie Nikotin, Übergewicht aber auch Untergewicht zeigen einen nachweislich negativen Einfluss hinsichtlich erfolgreicher Implantation. Positive Faktoren stellen Bewegung, sportliche Aktivität und Gewichtsnormalisierung dar.