spezielle Ultraschallanwendung zur Beurteilung von Flussprofilen in arteriellen und venösen Blutgefäßen; spielt heute in der Schwangerschaft eine zentrale Rolle bei der Beurteilung des fetalen Zustands bei Wachstumsbeeinträchtigung (somatische Retardierung) und Verminderung der Fruchtwassermenge, Beurteilung der plazentaren Reserve bei mütterlichem Bluthochdruck in der Schwangerschaft (Gestose, Präeklampsie, Eklampsie, HELLP-Syndrom) sowie bei der Abklärung des Verdachts/ Therapie einer fetalen Blutarmut (intrauterine Anämie) z. B. nach Parvovirus-B-19-Infektionen.

Zudem kann durch die Doppler-Sonographie grundsätzlich untersucht werden, ob anatomisch bestimmte Gefäße angelegt sind oder nicht (z. B. Anlage einer/ der Nierenarterien, der Hirngefäße). Häufig untersuchte arterielle fetale Gefäße sind die Nabelschnurarterie (A. umbilicalis), die mittlere Gehirnarterie (A. cerebri media), die Aorta und die Nierenarterie (A. renalis).
Venöse Gefäße sind vor allem der Ductus venosus (Arantii) und die Nierenvene (V. renalis); bestehen auffällige bis pathologische Flussmuster erfolgen engmaschige Kontrolluntersuchungen (alle 14 Tage bis täglich) bzw. wird die Indikation zur Beendigung der Schwangerschaft gestellt.
Der Doppler ist damit ein wertvolles und inzwischen unverzichtbares Instrument zur Überwachung des/ der Feten hinsichtlich der Entscheidung zu einer möglichen Verlängerung (Prolongation) der Schwangerschaft bzw. zu deren Beendigung (Terminierung).