Autoimmunerkrankung mit Beteiligung der Haut (kutaner L. e.) oder innerer Organe (systemischer L. e.) mit entzündlichen Veränderungen an Gelenken (Arthritis), Blutgefäßen (Vaskulitis), der Nieren, der Lungen, des Herzens und anderer Organe.
In der Schwangerschaft kommt es häufig zu einer Verschlechterung der Symptome mit Veränderungen des Gerinnungssystems und damit zu erhöhter Thromboseneigung.

Je nach Aktivität der Erkrankung kommt es häufig zum Verlust der Schwangerschaft (Abort) oder in höheren Schwangerschaftswochen zu einem intrauterinen Fruchttod (IUFT). Unter Umständen kommt es zu einer transplazentaren Übertragung spezifischer Bindegewebsantikörpern, die zu einer Schädigung des fetalen Reizleitungssystems am Herzen mit Ausbildung eines kompletten AV-Blocks führen können. Die Mortalität dieser in gut 25% der Fälle bleibenden Schädigung ist hoch. Zudem kommt es zu typischen Hauterscheinungen.

Die Risikosituation bedarf einer engmaschigen Vorsorge der Schwangeren mit eventuellem Einsatz von Kortikoiden und gerinnungshemmenden Medikamenten (niedermolekulares Heparin) und der Applikation von Thrombosestrümpfen.
Unbedingte Indikation zum fetalen Organ-Screening und Herzecho. Unter Umständen muss der Blutdruck (Nierenbeteiligung) mit blutdrucksenkenden Medikamenten eingestellt werden.