vgl. Wochenfluss; in der Phase der ersten 6 – 8 Wochen nach der Geburt auch als Puerperium (lat. für Kindbett) oder Postpartalphase bezeichnet auftretend. Das Wochenbett beginnt mit der vollständigen Geburt der Plazenta (Plazentaphase), wodurch die letzte Phase der Geburt definitionsgemäß abgeschlossen wird.
Das Wochenbett ist geprägt von Rückbildungsvorgängen der Gebärmutter (sog. Involution), Heilungsprozessen (Plazentabett/ mögliche Geburtsverletzungen/ Narbenbildung nach Kaiserschnitt bzw. Dammschnitt), Veränderungen im Hormon- sowie dem Wasser- und Elektolythaushalt und insbesondere der Blutgerinnung. Zudem beginnt die Stillperiode (Laktation).

Der Wochenfluss ist entgegen gängiger Meinung nicht infektiöser als eine normale Menstruationsblutung. Die Gefahr geht also nicht vom Wochenfluss sondern von möglichen äußeren Infektionsquellen aus (Geschlechtsverkehr/ Darmkeime/ Schwimmbad/ Sauna/ Whirl-Pool etc.). Zudem ist der Muttermund noch nicht wieder komplett geschlossen bzw. formiert und mit dem üblichen Schleimpfropf verschlossen. Folglich können durch das Aufsteigen von Bakterien z.T. heftige und nicht ungefährliche Infektionen der Gebärmutterschleimhaut (Endometritis) oder der Gebärmuttermuskulatur (Endomyometritis) entstehen. Entsprechende Vorsichtsmaßnahmen sollten deshalb während der Zeit des Wochenflusses gelten (das Sexverbot ist im Prinzip seit dem Altertum bekannt, 40 Tage Enthaltsamkeit nach der Geburt). Der Begriff Quarantäne entspricht lat. einem Zeitraum von 40 Tagen.
Nicht nur historisch gesehen zählt das Wochenbett zu den kritischen Phasen der Schwangerschaft, auch wenn diese offenbar beendet ist. So ist beispielsweise die Gefahr einer Thrombose und/ oder einer Lungenembolie um den Faktor 2-6 deutlich erhöht. Weitere Komplikationen sind wie erwähnt in erster Linie durch Infektionen bedingt.