vgl. Ausschabung; instrumentelle/ operative Entfernung von Gewebe aus der Gebärmutter bei Verlust der Schwangerschaft (Abortschwangerschaft), bei gewünschtem Schwangerschaftsabbruch in der Frühschwangerschaft bzw. zur Entfernung von Plazentarestgewebe (Residuen) nach Abort oder nach unvollständiger Geburt der Plazenta.

Auch indiziert zur Kontrolle von Blutungen nach Abort, Eileiterschwangerschaft und Geburten zur sicheren Entfernung von Plazentaresten/ Eihautanteilen oder Blutkoageln; dient der besseren Kontraktion der Gebärmutter und damit der Vorbeugung von hohem Blutverlust und Infektionen.
Der Eingriff findet in aller Regel in einer Vollnarkose (Maskennarkose) statt; in unkomplizierten Fällen ergibt sich eine kurze Operationsdauer von etwa 10 – 15 Minuten. Ziel ist die vollständige Entfernung von Schwangerschaftsgewebe und Optimierung der Kontraktion (Tonisierung) der Gebärmutter.

Unbedingt auf den Rhesusfaktor achten; Rhesus-negative Frauen benötigen eine zeitnahe Gabe von Immunglobulinen zur sog. Rhesusprophylaxe zur Vermeidung einer Rhesusunverträglichkeit (Rhesusinkompatibilität) in einer weiteren Schwangerschaft.