die häufigsten Krebserkrankungen im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft sind sog. Gestationsbedingte Trophoblasterkrankungen (GTE). Dazu zählen die Blasenmole und das Chorionkarzinom.
Die Häufigkeit wird weltweit regional sehr variierend mit 1:150 bis 1:1500 angegeben. Die meisten betroffenen Frauen sind entweder sehr jung (unter 20 a) oder über 40 Jahre alt. Solche Tumorerkrankungen können selten nach einer normalen Schwangerschaft, öfter nach einer Abortschwangerschaft oder auch nach einer Eileiterschwangerschaft auftreten.

Hinweise ergeben sich im Ultraschallmuster der Plazenta (sog. Schneegestöber). Ferner ist die Gebärmutter meist vergrößert und relativ weich. Meist ist der HCG-Wert sehr hoch (weit über 100.000 U/ l bis über 500.000 U/l). Ein Chorionkarzinom kann Tage aber auch Jahre nach einer Schwangerschaft auftreten! Wie alle bösartigen Erkrankungen können auch Fernmetastasen auftreten.
Diagnostisch entscheidend ist die feingewebliche (histo-pathologische) Untersuchung von Abortgewebe oder der Plazenta.
Die am Befund orientierte Therapie besteht entweder in der vorsichtigen kompletten Entleerung der Gebärmutter (einfache Blasenmole), ggf. in einer Entfernung der Gebärmutter (offene Familienplanung?) und einer begleitenden Chemotherapie (Methothrexat) oder einer primären Chemotherapie (destruierende Blasenmole/ Chorionkarzinom). Der Verlauf der HCG-Werte ist für die Therapie/ Wiederholungstherapie entscheidend. Ziel ist ein HCG-Wert unterhalb der Nachweisgrenze (< 2U/l). Lässt sich der HCG-Spiegel nicht senken (Trophoblastpersistenz) wird die Therapie wiederholt oder auf andere bzw. mehrere Chemotherapeutika umgestellt.