intensive/ anhaltende Stimmungskrise nach der Geburt, auch über das Wochenbett hinausgehend, die meist die Mütter, selten auch die Männer betreffen kann.
Meist schleichende Entwicklung Wochen bis zu zwei Jahren nach der Geburt bei gut 10 % aller Mütter! Häufige Symptome sind neben einer anhaltenden Depression Antriebsmangel, Teilnahmslosigkeit, Angstgefühle, Panikattacken, Zwangsgedanken sowie Schlaflosigkeit, Herzbeschwerden, Schwindel und andere körperliche Erschöpfungssymptome.

Daneben führen Schuldgefühle, Selbstwertverlust und ambivalente Gefühle dem Kind gegenüber zu Suizid- und Tötungsgedanken! Auch können Zwangsgedanken (Psychose) auftreten.
Eine Depression im Zusammenhang mit Wochenbett/ Geburt ist dringend behandlungsbedürftig! In diesem Zusammenhang stehen Frauenärzte (Wochenbettnachsorge), Kinderärzte (Zeichen der kindlichen Vernachlässigung?) und Hebammen (Familienhebammen, Kenntnis des häuslichen Umfeldes) in besonderer Weise in der Verantwortung, die zum Teil schwierig zu erkennenden Anzeichen einer Depression aufzudecken und eine entsprechende Intervention/ Krisenintervention zu veranlassen.
Frauen, die bereits vor der Schwangerschaft über eine Depression/ Psychose/ Angststörungen oder Mischformen berichten, sind besonders anfällig für eine postpartale Depression!