Wehen sind muskuläre Kontraktionen der Gebärmutter; einzelne, gelegentliche Wehen werden als Kontraktionen bezeichnet.
Wehen insbesondere Geburtswehen (Muttermunds wirksame Wehen) liegen vor, wenn sie rhythmisch bzw. regelmäßig auftreten und auf den Beckenboden bzw. eröffnend auf den Muttermund wirken. Die Wehentätigkeit wird in aller Regel verspürt bzw. über das sog. Cardio-Tokogramm (CTG) aufgezeichnet.

Wehenabstand und Wehenintensität können zeitlich variieren, sie nehmen im Zuge des Geburtsfortschritts eher zu und werden intensiver; der Mindestabstand sollte 2-3 Minuten betragen; man spricht sonst von hyperfrequenter Wehentätigkeit, die sich weder geburtsfördernd noch positiv auf Mutter und Kind auswirken.
Zur Wehenhemmung (Tokolyse) bzw. Wehenförderung können Medikamente eingesetzt werden (z. B. Oxytocin zur Wehenanregung).

Wehen sind in aller Regel sehr schmerzhaft, durch gleichzeitige Anregung des Endorphinsystems werden sie jedoch letztlich wieder gedämpft.
Wann und wodurch Wehen ausgelöst werden, ist noch nicht vollständig geklärt; das Wehenhormon Oxytocin sowie eine Reihe weiterer Faktoren wie Östrogen/ Gestagen, Botenstoffe (Prostaglandine), Kindsgröße, Fruchtwassermenge und ggf. fetale Stoffwechselprodukte (Lungenreife?) spielen sehr wahrscheinlich eine zentrale Rolle bei der Auslösung von Wehen.
Ob Spermien, mütterliche Bewegung, Akupunktur, die Einnahme bestimmter Nahrungsmittel oder Getränke/ Teemischungen eine wehenfördernde oder auslösende Wirkung haben ist nicht geklärt.